Die Schützengesellschaft kann auf eine über 200-jährige Tradition zurückblicken. Diese Tradition wurde mit dem 2. Weltkrieg jäh beendet. In der Bevölkerung wuchs in den 50er Jahren der Wunsch, die alte Tradition wieder aufleben zu lassen. Ehemalige Schützenbrüder und Mitglieder der BSG Traktor Langeln, die die Bildung einer Sektion Schießsport anstrebten, ergriffen die Initiative, ein Schützenfest vorzubereiten. Dabei ergaben sich viele Schwierigkeiten. Ein Schützenfest konnte damals nur unter der Schirmherrschaft der GST (Gesellschaft für Sport und Technik) stattfinden, weil das Schießen mit Kleinkaliber nur bei der GST erlaub war. Eine Grundorganisation der GST gab es in Langeln noch nicht. So wurde das erste Schützenfest 1956 unter der Oberaufsicht der Volkspolizei und der Schirmherrschaft der BSG Traktor Langeln durchgeführt. Langeln war somit eine der ersten Gemeinden, die im Kreis Wernigerode wieder ein Schützenfest feierte. An der Organisation und Durchführung waren von Seiten der BSG die Sportfreunde Werner Bartels, Karl-Friedrich Brus, Günter Papendieck und Adolf Helmholz maßgeblich beteiligt. Auch ehemalige Schützenbrüder wie Hermann Veckenstedt (Gastwirt), Otto Festerling (Kauert), Otto Marquardt und Otto Simon (Blenkenschaper) taten sich bei der Vorbereitung besonders hervor. So wurde die alte Tradition des Schützenfestes in Langeln wiederbelebt und konnte durch die Jahre der DDR bis in die heutige Zeit fortgesetzt werden.
