Der Faktoreihof mit der alten Nummer 139 soll der jüngste der freien Höfe in Langeln gewesen sein. Im Jahr 1550 erwarb der gräfliche Hauptmann von Gadenstedt von dem Drübecker Klostergut 3 Hufen und gründete den Hof, den er von Langelschen Bauern verwalten lies. Im Jahre 1618 gelangte der Hof beispielsweise für 18 Jahre in den Besitz eines August Simon. Doch 1704 verkauften die von Gadenstedt den Hof an den Fürstlich Braunschweigischen Oberfaktor zu Tanne, Gabriel Bernhard Walter. Das mittlerweile vergrößerte Gut ging dann 1744 an den Amtskommissar Johann Friedrich Ernst Grofe über und 1788 an dessen Sohn. Die Familie Grofe blieb bis 1832 Eigentümer des Hofes, dann übernahmen ihn die Grafen zu Stolberg-Wernigerode, die wiederum den Hof zusammen mit dem Komturhof 1930/31 an die Familie Fendt veräußerten. Diese ließ die Gebäude des Faktoreihofes in Gutsarbeiterwohnungen umbauen; bis in die Gegenwart werden die Gebäude als Wohnraum genutzt, auch wenn derzeit ein Gebäude leer steht.