Die Monatsgeschichte

März 2025: Die Gemeinde Langeln im Jahr 1920

Als selbstständige Gemeinde lag Langeln 1920 im damaligen Land Preußen in der Provinz Sachsen und war Teil des Landkreises Grafschaft Wernigerode. Mit dem Gut, das dem Fürsten zu Stolberg-Wernigerode gehörte, war es ein wichtiger Faktor für die Landwirtschaft im Landkreis. Die Einwohnerzahl betrug damals 1080 und war damit sogar etwas höher als in der heutigen Zeit. Die Verwaltung leitete mit dem Landwirt August Hofmeister ein sogenannter Gemeindevorsteher. Ihm zur Seite standen der 1. Schöffe, Landwirt Heinrich Festerling und als 2. Schöffe der Maurer August Oppermann. Auch einen Standesbeamten gab es zu dieser Zeit in Langeln, es war der Bauunternehmer Wilhelm Gallun. Sein Stellvertreter war der Gemeindevorsteher. Weiter gehörte auch ein Schiedsmann in den Kreis der Gemeindeverwaltung. Dieses Amt hatte der Gemeindevorsteher a.D. Heinrich Veckenstedt inne. Eine ordentliche Verwaltung im Jahre 1920 benötigte natürlich auch ein Siegel. Es zeigt in Anlehnung an die Grafschaft Wernigerode einen Hirsch und trägt die Umschrift: „GEMEINDE LANGELN“. Neben dem Siegel gab es weitere Stempel der Verwaltung. So sind Dokumente mit einem Eingangsstempel oder der Aufschrift: „Gemeindevorstand Langeln, Tgb. Nr. …“ überliefert. Ebenso ein Siegel des preußischen Schiedsamtes, welches den preußischen Adler zeigt und die Umschrift: „KÖN. PR. SCHIEDSAMT LANGELN“ trägt. Vorhanden sind auch Dokumente mit dem kreisförmigen Stempel der Kassenführung des Ortes, in dem, ebenfalls wie im Gemeindesiegel, ein Hirsch zu sehen ist, dessen Umschrift lautet: „ORTSKASSE LANGELN“.