Die Monatsgeschichte

Oktober 2026: Höfe in Langeln

In unseren Ort gab es verschieden große und verschieden aufgestellte Bauernhöfe. So sind geschichtlich 4 „Alte Höfe“ oder auch freie Höfe bekannt. Dies waren 1. der Klosterhof, 2. der Faktoreihof, 3. der Freihof und 4. Klaus Hof. Sie waren im sogenannten Fremdbesitz (z.B. des Grafens) und somit der Gemeinde gegenüber abgabefrei. Zur Entstehung dieser und natürlich auch anderer Höfe gibt es verschiedene geschichtliche Hintergründe, Familien und Traditionen, die teilweise überliefert sind. Im Jahre 1558 gab es in Langeln 4 Ackerbauern (Großbauern), 14 Halbspänner und 37 Hintersiedler (Kossaten). Der Halbspänner hatte seinem Grundherren, neben anderen Diensten und Zahlungen, ein aus zwei Pferden bestehendes Gespann zum Pflügen oder für Fuhrdienste zu stellen. Hintersiedler oder Kossaten waren Dorfbewohner, die eine Kate (Haus) besaßen. Sie hatten nur geringen Landbesitz, aber keinen vollen Anteil an der Hufenflur. Dies zeigt die Vielfalt der Bauerschaft in Langeln, die auch heute noch durch die verschiedenen Häuser erhalten und Teil der Geschichte Langelns ist.